Stimmtherapie: STIMMSTÖRUNGEN BEI KINDERN

Das Kind spricht immer sehr laut oder schreit ständig? Es ist oft heiser, es ist anstrengend zuzuhören? Das Kind ist oft angespannt, steht „unter Strom“? Die Gesprächssituation ist oft unruhig und selten leise? Dann kann es zu der bei Kindern häufigsten Stimmstörung, der Bildung von Stimmlippenknötchen kommen.

Es wird zwischen zwei Formen von Stimmstörungen unterschieden. Erstens die organischen Stimmstörungen, die durch Veränderungen oder Verletzungen der Stimmbänder und des Kehlkopfes entstanden sind und zweitens, die funktionellen Stimmstörungen, die durch Fehlfunktionen und -belastungen des Stimmapparates auftreten.

Beide Formen können sich in einer hyper- oder hypofunktionellen (zu wenig oder zu viel Muskelspannung der Stimmlippen) Stimmgebung äußern, die in jedem Fall den Stimmklang beeinträchtigen.

Folgende Leitsymptome können bei der hyperfunktionellen Stimmstörung auftreten:

    • der Stimmklang ist heiser, rauh, gepresst bis hin zu aphon (tonlos)Material Stimme
    • schnelle Stimmermüdung
    • falsche Atmung
    • erhöhtes Sprechtempo
    • Missempfindungen wie Trockenheits- und Fremdkörpergefühl im Hals
 

Mögliche Leitsymptome der hypofunktionellen Stimmstörung können sein:

    • leiser, verhauchter Stimmklang
    • geringe Steigerungsfähigkeit der Stimme
    • falsche Atmung
    • herabgesetzter Muskeltonus (im Gegenteil zur hyperfunktionellen Stimmstörung)

Ziel der Stimmtherapie ist das Erarbeiten einer gesunden und belastbaren Stimme. Dazu wird an den Bereichen Tonus, Wahrnehmung, Atmung und Stimmgebung gearbeitet.

Eine Sonderform der kindlichen Stimmstörung ist das Näseln (Rhinophonie).

 

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